In Konnas Blogseminar tauchen in den Diskussionen immer wieder Fragen auf, die nicht unmittelbar mit dem Thema zu tun haben oder vielleicht nur spezielle Situationen betrifft. Ich möchte in dieser Kategorie "Nebenfragen" auf diese Fragen eingehen und versuchen diese ausführlich zu beantworten.

Im ersten Teil stellte Konna den Dienst seitwert.de vor. Dort werden Webseiten aufgrund mehrerer Seitenmerkmale und verschiedener statistischer Daten anderer Dienste bewertet. In eine dieser Bewertungen fließt ein, ob ein sog. favicon vorhanden ist oder nicht.
Ein favicon ist in der Regel eine kleine 16 x 16 Pixel große Grafik, die als Symbol die Seite repräsentiert. Die Grafik wird von Browsern, Bookmarkdiensten, Feedreadern und anderen Softwares als Icon für die zugehörige Webseite genutzt. Typisch ist z.B. die Anzeige neben der Webadresse der Seite im Browser, oder in der Favoriten/Bookmark Liste.
Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, ein solches Favicon anzeigen zu lassen.

Methode 1 - favicon.ico Datei
Zunächst braucht man natürlich eine Grafik, die man verwenden möchte. Diese sollte 16 x 16 Pixel groß sein. Die Datei muss favicon.ico benannt werden, und auch im .ico Format abgespeichert werden. Wenn du die Datei als .gif, .jpg, .png oder einem anderen Grafikformat hast, musst du die Datei zuerst konvertieren. Bei der Suche nach Programmen mit denen das geht, hilft dir Google weiter.
Diese Datei sollte nun im Hauptverzeichnis der Webseite liegen. Für Unterordner kann man eigene favicon.ico Dateien erstellen.
Das ist die kompatibelste Methode, die von allen Diensten und Softwares die favicons verarbeiten, erkannt und unterstützt wird. Von manchen Diensten, wie4 z.B. seitwert.de, ist es auch die Einzige Methode die unterstützt wird.
So einfach wie die Methode ist, so unflexibel ist sie auch. Die Datei muss immer den Namen favicon.ico haben und im Windows, .ico Format vorliegen. Für unterverzeichnisse müssen diese Verzeichnisse auch tatsächlich existieren, was aber bei einer URL zu einem Blogbeitrag nicht der Fall ist. Es gibt nun mal keine Ordner mit den Datumsangaben oder den Kategoriennamen. Also kann man mit der Methode einer Blogkategorie oder einem bestimmten Monat oder Datum, nicht so einfach ein eigenes favicon erstellen.
In Blogdiensten wie Blogspot, wordpress.com oder, oder, oder, hat man in keinem Fall die Möglichkeit, irgendwelche Dateien gezielt in irgendwelche Ordner zu kopieren.
In diesen Fällen fällt die ursprüngliche Methode mit der favicon.ico Datei also flach.

Methode 2 - HTML <link ... /> Tag
Die zweite Möglichkeit kann man fast immer einsetzen. Sie wird mit einer Zeile HTML Code realisiert.
<link href='http://webpfad.zur/grafik/*dateiname*' rel='icon' type='image/*format*' />

Der obige Code muss im headbereich des Webseitencode stehen. Am besten zweimal! Einmal unmmitelbar nach <head>, und einmal unmittelbar vor </head>.
Das ist wichtig, um möglichst große Browser-Kompatibilität herzustellen. Der IE verwendet grundsätzlich das zuerst im HTML Text genannte favicon. Alle anderen Browser das zuletzt genannte. Bei Blogspot ist es deshalb wichtig dafür zu sorgen, dass das eigene favicon das zuerst und das zuletzt genannte ist. Denn zwischendurch setzt das Blogspot Sytsem auch noch ein favicon, und das wollen wir ja unterdrücken. ;)
Hierzu muss man die Webadresse der Grafik wissen. Also muss man die Grafik irgendwo hochladen. Bei Blogdiensten hat man meistens irgendeine Möglichkeit Bilder zu speichern und darauf zuzugreifen. Oder man bedient sich eines Bildhosters wie http://image.gd o.ä.
Interessant ist bei der Methode, dass Dateiname und Format frei gewählt werden können. Transparente .png oder animierte .gif sind so kein Problem mehr. Allerdings werden diese Formate nicht von allen Browsern gleich unterstützt. Animierte .png kann z.B. ausschließlich der Firefox. Ist klar, denn "Wer hats erfunden?" ;)

Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Mit einem einfachen favicon.ico hat man die Sache schnell erledigt und erreicht maximale Kompatibilität. Leider ist ist die Methode aber unflexibel und nicht für jeden machbar.
Dass HTML Tag kann man in jedem Blogsystem umsetzen, indem man das Template für den HTML head Bereich bearbeitet. Obwohl man Dateinamen und -format frei wählen kann, muss man Einschränkungen und Besonderheiten der verschiedenen Browser berücksichtigen.

(ix)

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